Bau der neuen Produktionsstätte geht gut voran

Der Bau der neuen Produktionsstätte von 247TailorSteel in Hilden geht gut voran. Das Gebäude steht und der Betonboden in den Hallen ist gegossen. Die Anlage des Außengeländes und die Innenwände der Gebäude sind fast fertig. Momentan wird noch an den Installationen und der Fassadenveredelung der Geschäftsstelle gearbeitet.

“Dank der neuen Produktionsstätte wird die wachsende Zahl unserer deutschen Kunden schon bald von noch besserem Service und schnellerer Lieferung profitieren”, sagt Florian Matt, Sales Director von 247TailorSteel.

Über das Online-Portal Sophia® können die Kunden Ihre Bestellung 24 Stunden am Tag und an 7 Tagen die Woche aufgeben. Diese wird innerhalb von 48 Stunden oder zu dem von dem Kunden gewünschten Zeitpunkt geliefert! Die Produktionsstätte wird voraussichtlich im dritten Quartal 2020 voll einsatzbereit sein.

Wer neugierig geworden ist, für den steht hier ein kleines Video zur Verfügung, das zeigt, wie die Bauarbeiten ab ihrem Beginn verlaufen sind.

Autor: von Hubert Hunscheidt

24.06.2020

Leichter Optimismus im europäischen Stahlmarkt

Die Stimmung auf dem europäischen Stahlmarkt ist im Juni vorsichtig optimistisch. Die Nachfrage beginnt sich zu verbessern, wenn auch bescheiden, nachdem die Sperrungen und die Einschränkungen des Coronavirus auf dem gesamten Kontinent gelockert wurden.

Langsam erwacht das Leben wieder und der Stahlverbrauch steigt. Viele Unternehmen mussten Verluste von 50 Prozent und mehr hinnehmen. Die Baubranche zeigt zufriedenstellende Nachfrage im Gegensatz zu den Automobilherstellern, die die Krise am stärksten getroffen hat.

Die europäischen Stahlhändler und Servicecenter zeigen ausreichend Vorrat. Da jedoch kurzfristig Cashflow generiert werden muss, kann es durch Lagerabbau zu einem Preisverfall kommen. Dies kann mittelfristig durchaus zu einer Versorgungsknappheit führen, vor allem für Kunden die kurzfristig große Mengen benötigen.

Durch das langsame Hochfahren der Stahlproduktion rechnet der britische Marktanalyst MEPS mit einer Straffung des Marktes, um die Stahltransaktionen nach oben zu treiben.

Die höheren Rohstoffkosten der vergangenen Monate und der schwächelnde Stahlabsatz setzt die Gewinnmargen der Werke unter Druck. Daher dürften die europäischen Stahlhersteller im 3. Quartal wohl versuchen, die Preise am Markt anzuheben. 

Vor allem die Automobilbranche sollte mit den Konjunkturmaßnahmen der europäischen Regierungen gestützt werden. Da jedoch vor allem die Produktion von Elektrofahrzeugen gefördert wird, die die derzeit geringsten Produktions- und Absatzmengen generieren, werden die Maßnahmen kaum dazu beitragen, die Stahlnachfrage in der Automobilindustrie anzukurbeln. Dennoch werden die Finanzspritzen für die Wirtschaft helfen, dass sich der europäische Stahlmarkt erholt.

Allmählicher Aufschwung erwartet

Voraussichtlich im Herbst wird sich eine deutliche Erholung der Wirtschaft zeigen, wenn nicht eine zweite Welle von Covid-19-Infektionen alle Bemühungen zunichte macht. Insgesamt erwartet MEPS auch in 2021 ein weiteres Wachstum, das aber mengenmäßig wohl unter den Produktionsmengen von 2019 bleiben wird.

Quelle: MEPS International Ltd. / Vorschaufoto: marketSTEEL

Autor: von Hubert Hunscheidt

23.06.2020

Geteilte Meinung zu Stahlsicherungsmaßnahmen

Sheffield (GB) –  Ab dem 1. Juli 2020 werden geänderte Schutzmaßnahmen für die EU-Stahlindustrie angewandt. Dazu gehören auch neue länderspezifische Quoten für warmgewalzte Coilimporte und die vierteljährliche Verwaltung der Quotenmengen für alle Produkte.

Viele nordische Händler und Endverbraucher befürchten, dass diese Änderungen die Versorgung mit importiertem Material negativ beeinflussen. Umgekehrt behaupten die europäischen Stahlproduzenten, dass das gesamte Importvolumen während der aktuellen Krise weiter eingeschränkt werden sollte.

Die Maßnahmen wurden von der Europäischen Kommission eingeführt, um schwerwiegende Schäden infolge der zunehmenden Einfuhren und Handelsumlenkungen zu verhindern, die durch die Entscheidung der Vereinigten Staaten verursacht wurden, Stahlerzeugnisse gemäß Abschnitt 232 zu verzollen. Der deutliche Rückgang der Stahlnachfrage infolge der Coronavirus-Pandemie hat zu Forderungen geführt, dass Einfuhrquoten gesenkt werden sollten, um die bedrängten europäischen Stahlproduzenten zu schützen. Dennoch hat die EG ihre Pläne beibehalten, das jährliche Quotenvolumen ab dem 1. Juli um drei Prozent zu erhöhen.

Obwohl mehrere Länder die Beschränkungen im Zusammenhang mit Covid-19 lockern, bleibt der Verbrauch der Endverbraucher in ganz Europa verhalten. Viele Kunden haben ihre Lagerbestände Anfang des Jahres aufgebaut. Folglich übersteigt die Verfügbarkeit von Stahl die Nachfrage. In Nordeuropa fielen die Mühlenpreise für Spiral- und Blechprodukte im Juni um fünf bis dreizehn Prozent. Die Automobilindustrie hat hier eine Schlüsselfunktion.

Die Nachfrage nach verzinktem Blech in Dänemark wird schwach bleiben, solange die Aktivitäten im europäischen Automobilsektor gedrückt bleiben. Verkäufer von beschichteten Blechen und Spulen in Finnland sind stark von den Auto-Lieferketten in Schweden und Deutschland abhängig, die weiterhin verhalten sind.

Die schwedischen Autohersteller verstärken ihre Geschäftstätigkeit, bleiben jedoch weit unter dem normalen Niveau. Die Aktivitäten der lokalen Lkw-Hersteller nehmen zu, aber Volvo AB hat kürzlich angekündigt, weltweit 4100 Stellen abzubauen.

Die anhaltend geringe Nachfrage und die sofortige Verfügbarkeit von Stahl werden die Bemühungen der Hersteller, die Verkaufspreise kurzfristig zu erhöhen, einschränken. Die neuen Importquoten werden am 1. Juli eröffnet.

Über MEPS

MEPS International Ltd. ist ein führendes Stahlmarktanalyseunternehmen, das sich auf unabhängig untersuchte globale Stahlpreise, -indizes und -prognosen spezialisiert hat. Das Unternehmen wurde 1979 von Peter Fish gegründet und begann als Beratungsunternehmen mit dem Namen Management, Engineering and Production Services in Sheffield – daher auch der Name MEPS. In den späten 1980er Jahren wurde das Unternehmen in MEPS Europe Ltd. umbenannt, im Juli 2001 wurde daraus MEPS International Ltd., um die weltweite Abdeckung seiner Stahlpreisforschung widerzuspiegeln.


Über Stainless Steel Review

Der MEPS Stainless Steel Review ist ein monatlicher Leitfaden für die internationalen Edelstahlpreise und enthält die neuesten globalen Analysen der Edelstahlindustrie.

UK Steel eyes EU-UK safeguard exemption after Brexit

Trade association UK Steel will ask Eurofer to lobby the European Commission to support mutual exemption from one another’s safeguard measures by the EU and UK.

The UK will exit the customs union at the end of 2020 and its government has committed to introducing its own safeguard measures. Given the European Commission is staying tight-lipped on this issue, UK Steel hopes that a first move by the UK government, supported by Eurofer, could get the Commission talking. It may otherwise soon be too late to give the necessary certainty to the market, and this could lead to quotas and tariffs being imposed between the UK and EU.

“It is no one’s interests to see unnecessary disruption to steel trade between the EU and UK at the end of this year,” UK Steel director Gareth Stace tells Kallanish. “A mutual exemption, or the certainty of TRQs for each other, could be agreed to now, and would provide steel producers and customers alike on both sides of the Channel the certainty to continue to buy and sell without the fear of tariffs come 2021. This is the best outcome for all.”

European steelmakers believe the EU’s proposed safeguard review has not gone nearly far enough to protect the bloc’s local industry from the increased threat of imports resulting from the Covid-19 pandemic. Non-EU suppliers are seen targeting the bloc once the economy recovers. “Global stocks are high and this metal will soon be looking for a market opportunity at any cost. Even if that is at the cost of European steel plants,” Stace said following last week’s Eurofer board meeting.

UK Steel’s quarterly meeting of its ‘Product Groups’ Committee also met last week. Across the board, companies reported unprecedented falls in demand across the vast majority of consuming sectors – most notably construction and automotive – from March onwards. “Whilst there are some signs of a small pick-up in recovery in June, in line with the construction and manufacturing PMIs rising above 50 again, most expected the recovery to be a slow return to normal demand levels,” UK Steel said.

EU funds cushion construction slump, automotive hit: Bloomberg

European steel demand for construction could decline -10% on-year in 2020 but the EU’s €750 million ($842m) recovery fund should cushion coronavirus-driven effects to ensure it does not fall further, according to Bloomberg.

Constriction output fell sharply in March as lockdown measures hit. However, construction companies have maintained strong order books with book-to-build timescales in excess of 12 months. Civil engineering remains the least-affected sector, where Bloomberg’s scenario analysis points to a decrease of -7% in 2020 and a recovery in 2021 of 7% and 3.5% in 2022.

European steel demand from the automotive sector is likely to slump -20% in 2020. “The industry is facing a challenging recovery from the coronavirus lockdown, given demand was already on a downward cyclical path in 2019,” Bloomberg says in a research note sent to Kallansish. Analysis suggests steel demand from European automakers is likely to be down -40-50% in the first half of 2020, but could rebound 5% in H2.

German auto production and exports continue to lag the recovery in domestic sales, with both down about -66% in May.

Plant and Machinery is the third largest consumer of steel in Europe, where demand could decline -18% in 2020, Bloomberg says. “German plant and machinery orders were down just over -9% in 2019, hurt by the U.S.-China trade conflict, which spurred Chinese exports to fall,” Bloomberg adds. “China’s economy has since rebounded and may be the catalyst for a 2H recovery of 5-10% in plant and machinery steel demand.”

Bloomberg’s base case is destocking across the value chain exacerbating European steel demand weakness. However, apparent demand has not fallen to 2009 levels. The European steel industry already destocked about 4 million tonnes in 2019, but another 8mt is expected to exit this year. European steel producer commentary points to significant destocking.

“The reduction in finished steel inventories was 15 million tonnes in 2009,” Bloomberg says. “A sluggish demand pick-up could see this effect playing out in 2H, we believe, with any potential restocking delayed until 2021.”