Marcegaglia beteiligt sich an erstem “grünen” Stahlwerk in Schweden

Die exklusive “Null-Emissions”-Anlage, die nur mit grünem Wasserstoff betrieben wird, baut das schwedische Stahlunternehmen H2 Green Steel (H2GS) mit finanziellen Beiträgen einiger wichtiger Investoren und internationaler Konzerne, die sich den fortschrittlichsten Technologien für ökologische Nachhaltigkeit und Industrie 4.0 verschrieben haben.

Unter diesen Investoren wird Marcegaglia nicht nur als Finanzpartner, sondern auch als strategischer Industriepartner sowohl in der Produktion als auch im Handel an der Initiative teilnehmen.

Der innovative Stahlbaukomplex H2GS, der 2024 in Betrieb genommen wird und die Ökokompatibilitätsziele der EU für 2050 vorwegnimmt, wird zunächst 2,5 Millionen Tonnen grünen Stahls pro Jahr produzieren, mit einem Ziel von 5 Millionen Tonnen bis 2030.

H2GS wird seine Anlage mit grünem Wasserstoff betanken, der nur lokale erneuerbare Energiequellen (wie Wind- und Wasserkraft) und hochwertiges Eisenerz von dem der schwedische Boden-Cluster nutzt.

Die Marcegaglia-Gruppe

Die Marcegaglia-Gruppe ist in Italien und im Ausland mit 50 Gesellschaften und über c.a 6.500 Mitarbeitern (Stand 2012) in der metall- und stahlverarbeitenden Industrie und einer Reihe an diversen Produktionsbereichen tätig. Der Konzern steht unter der Führung der Familie Marcegaglia und erwirtschaftete 2012 einen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro.

Quelle: Marcegaglia

Grüner Stahl als Chance für das Ruhrgebiet

Fünf Kernforderungen an die Politik für eine erfolgreiche Transformation stehen im Fokus

Anfang Mai hat die Bundesregierung die deutschen Klimaziele deutlich verschärft. Bis 2045 ist nun vollständige Klimaneutralität vorgegeben, fünf Jahre früher als geplant und fünf Jahre früher als in der EU. Die Verkürzung des Zeitrahmens stellt die Industrie vor große Herausforderungen. Gleichzeitig liegen in einem schnellen Umstieg auf grünen Stahl erhebliche Chancen für den Wirtschaftsstandort Ruhrgebiet, für Wertschöpfung und soziale Sicherheit. thyssenkrupp Steel ist bereit, einen signifikanten Beitrag zur Nutzung dieser Chancen und zum Erreichen der Klimaziele zu leisten. Das Unternehmen hat ein klares Konzept zur Dekarbonisierung der Stahlherstellung vorgelegt. Nun gilt es, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Umsetzung zu ermöglichen. Deswegen geht das Unternehmen in den direkten Austausch mit Politik und IG Metall darüber, worauf es jetzt ankommt, um keine Zeit zu verlieren. Mit Gastgeber Bernhard Osburg, Sprecher des Vorstands von thyssenkrupp Steel, diskutieren: Bärbel Bas (SPD), Marie-Luise Dött (CDU), Mona Neubaur (Bündnis 90/Die Grünen), Bernd Reuther (FDP), Christian Leye (DIE LINKE) und Heiko Reese, Stahl-Experte der IG Metall. Die Diskussion ist heute ab 17:00 über die Website von thyssenkrupp Steel oder diesen Link zu erreichen.

Kein Erkenntnis- aber ein Umsetzungsproblem

„Wir können und wollen einen massiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Aber wir brauchen jetzt die richtigen Maßnahmen und Instrumente zur Begleitung der neuen Klimaschutzgesetzgebung. Wir haben jetzt die historische Chance, durch eine intelligent geförderte Transformation echte Fortschritte beim Klimaschutz zu machen und gleichzeitig im Wettbewerb um grüne Technologien vorne zu bleiben, kommentiert Bernhard Osburg, Stahlchef von thyssenkrupp Steel.

Um unmittelbar Tempo aufzunehmen, schlägt Osburg vor, noch in dieser Legislaturperiode im Rahmen des von Wirtschaftsminister Altmaier vorgeschlagenen Transformationsdialogs mit konkreten Maßnahmen zu starten. „Wir brauchen jetzt die Sicherheit, dass die Politik unseren Transformationspfad verlässlich und konkret über die nächsten Jahre begleitet. Aus Plänen müssen Fakten werden.“

Klimaschutz im Stahl am effektivsten

Deutschlands größter Stahlhersteller plant bereits 2030 drei Millionen Tonnen grünen Stahl zu produzieren und so 30 Prozent der anfallenden CO2Emissionen einzusparen. Dazu sind Investitionen von rund 2 Milliarden Euro nötig – bei einem bislang unklaren regulatorischen Umfeld und einem noch nicht existierenden Markt für grüne Stahlprodukte. „Aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht dürften wir die Transformation unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht starten“, erläutert Osburg. „Aber die Bekämpfung des Klimawandels ist mehr als das: es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb ist der derzeitige breite Konsens, das Thema anzugehen, viel wert. Wir müssen das Zeitfenster nutzen und beweisen, dass praktischer industrieller Klimaschutz funktioniert“, so Osburg. „Und wir haben im Stahl einen enormen Hebel zur Hand. Eine Tonne Wasserstoff, die in der Stahlproduktion eingesetzt wird, vermeidet 26 Tonnen CO2. Verglichen mit diesem Effekt sind die Investitionen zum Bau der dafür notwendigen Anlagen überschaubar. Aber unsere Investitionszyklen sind lang. 2030 heißt für uns im Grunde morgen. Daher müssen wir jetzt starten.“

Fünf Kernforderungen als Voraussetzung für eine erfolgreiche Transformation

thyssenkrupp sieht fünf zentrale Felder, auf denen unmittelbarer Handlungsbedarf besteht:

  • Faire Wettbewerbsregeln, damit nicht weiterhin hochsubventionierter Stahl aus Drittstaaten mit niedrigen Sozial- und Umweltstandards den Europäischen Markt überflutet;
  • Die Stärkung von „Carbon Leakage“-Maßnahmen: Die Freizuteilung von CO2 -Zertifikaten im EU-Emissionshandel muss ohne Reduzierung erhalten bleiben. Sonst drohen Mittelabflüsse im mittleren dreistelligen Millionenbereich bis zu einer Milliarde Euro. Liquidität, die dann für die Transformation fehlt;
  • Die Schaffung eines Transformationsfonds. Ein solcher Fonds sollte alle Industriebranchen umfassen, die vor einer grundlegenden Transformation stehen. Noch in dieser Legislaturperiode sollten dazu die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden;
  • Die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von grünem Stahl durch Etablierung eines entsprechenden Marktes – vergleichbar mit der Förderung für Elektroautos. Notwendig sind wettbewerbsfähige Preise;
  • Stärkung der Nachfrageseite nach grünem Stahl: Nötig sind verbindliche Quoten und Standards für betroffene Branchen und Produkte.

Bernhard Osburg: „Bei vielen Themen haben wir mit der Politik einen guten Diskussionsstand erreicht, oder die Maßnahmen sind reif zur Umsetzung. Daher sollten wir nun gemeinsam dafür sorgen, dass gerade vor dem Hintergrund der verschärften Klimaschutzgesetzgebung Bewegung in die Transformation kommt.“

Quelle: thyssenkrupp Steel Europe AG / Foto: fotolia

26.05.2021 von Hubert Hunscheidt

Innovations-Beauftragter des BMBF informiert sich über Grünen Wasserstoff bei SHS

Der Innovationsbeauftragte „Grüner Wasserstoff“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Dr. Stefan Kaufmann (im Bild 2. v. l.), besuchte gemeinsam mit Ammar Alkassar, Bevollmächtigter des Saarlandes für Innovation und Strategie (Staatskanzlei des Saarlandes), und Markus Uhl, Mitglied des Bundestages, den Standort Dillingen, um sich über die nächsten wichtigen Schritte der saarländischen Stahlpartner auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Stahlproduktion zu informieren.

Begrüßt wurde die Delegation von Jonathan Weber, Chief Operating Officer von Dillinger und Saarstahl: „Wir freuen uns, dass Sie sich hier vor Ort ein Bild von der hohen Innovationskraft der saarländischen Stahlpartner Saarstahl und Dillinger machen, die den bevorstehenden Transformationsprozess hin zur Produktion von grünem Stahl technisch möglich macht.“

Im Mittelpunkt einer gemeinsamen Diskussionsrunde standen die bevorstehende Transformation der Stahlindustrie und die damit verbundenen Herausforderungen. „Dillinger und Saarstahl treiben die technische Transformation hin zur Produktion von grünem Stahl konsequent voran. Wir wollen Stahl CO2-neutral produzieren und damit unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Jonathan Weber. „Wir haben einen Plan, wie wir dieses Ziel erreichen. Um grünen Stahl produzieren zu können, braucht die Stahlindustrie jetzt Investitionssicherheit und verbindliche Rahmenbedingungen um den Transformationsprozess umzusetzen. Dafür benötigen wir an unseren Standorten eine ausreichende Menge an grünem Strom und grünem Wasserstoff zu bezahlbaren Preisen.“

Ein weiteres Kernthema des Besuches war das Verbundprojekt IPCEI Hydrogen, für das Dillinger und Saarstahl gemeinsam mit den Projektpartnern STEAG, Siemens Energy, Creos und Saarbahn eine IPCEI-Förderung des Bundes anstreben.

Ziel des gemeinsamen grenzüberschreitenden Wasserstoffprojektes ist es im Verbund eine grüne Wasserstoffwirtschaft im Saarland, in Frankreich und in Luxemburg aufzubauen. Die unterschiedlichen Teilprojekte stoßen gemeinsam einen nachhaltigen Transformationsprozess in Industrie und Mobilitätssektor an. Die emissionsfreien Technologien, die damit entstehen, treiben den Strukturwandel in der Grenzregion voran. Hierbei übernehmen die saarländischen Stahlunternehmen Dillinger und Saarstahl mit dem Leuchtturmprojekt „H2Syngas“ als industrieller Abnehmer eine Schlüsselrolle im strategischen Aufbau.

Weitere Informationen hierzu auch unter www.dillinger.de  oder www.saarstahl.de  .


Über Dillinger und Saarstahl

Dillinger ist weltweit führender Hersteller von Grobblechen aus Stahl für den Stahlbau, Maschinenbau, Offshore-, Offshore-Windkraft- und Linepipebereich. Saarstahl ist weltweit führender Hersteller von Draht und Stab für die Automobilindustrie, die Bauindustrie und den Allgemeinen Maschinenbau. Dillinger und Saarstahl gehören zur SHS – Stahl-Holding-Saar. Unter dem Dach der SHS-Gruppe sind rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Quelle: SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA

Vorschaubild:  SHS – Stahl-Holding-Saar/Foto: Uwe Braun /

Das Foto zeigt v.l.n.r. : Jonathan Weber (COO Dillinger und Saarstahl), Dr. Stefan Kaufmann (BMFT), Markus Uhl (Mitglied des Bundestages) und Ammar Alkassar (Bevollmächtigter des Saarlandes für Innovation und Strategie, Staatskanzlei des Saarlandes)“

28.05.2021 von Angelika Albrecht

Grüner Stahl mit Wasserstoff

Ein wichtiger Schritt auf ArcelorMittals Weg zu klimaneutralem Stahl: Die Bundesregierung hat bekanntgegeben, die Transformationsstrategie von ArcelorMittal Germany für die Standorte Bremen, Eisenhüttenstadt und Hamburg im Rahmen des Programms „Important Projects of Common European Interest (IPCEI)“ fördern zu wollen. Das haben Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärt. Die geplanten Transformationsprojekte werden auch dazu beitragen, im ArcelorMittal-Werk Duisburg klimaneutrale Produktion zu ermöglichen.

Mit der Umsetzung der drei Projekte kann das Unternehmen bis 2030 bereits mehr als sechs Millionen Tonnen CO2 jährlich einsparen, rund 55 Prozent der geplanten CO2-Einsparungen der Stahlindustrie in Deutschland im Rahmen des IPCEI-Programms. Nun gehen die Projekte in die nächste Stufe des sogenannten „Match Making“-Prozesses auf europäischer Ebene. Mit einer finalen Entscheidung zur Förderung und Umsetzung ist bis Anfang 2022 zu rechnen.

„Wir begrüßen den Entschluss der Bundesregierung sehr, unsere innovativen Projekte zu unterstützen. Als Technologieführer für klimaneutrale Stahlherstellung leisten wir mit unseren Vorhaben in Bremen, Eisenhüttenstadt und Hamburg einen wichtigen Beitrag dazu, die CO2-Emissionen in unseren deutschen Werken bereits vor 2030 deutlich zu senken. Die Förderung unserer wasserstoffbasierten Verfahren zur Produktion von klimaneutralem Stahl ist dabei entscheidend. Im nächsten Schritt benötigen wir die Genehmigung der EU, damit die Investitionen getätigt werden können. Darüber hinaus wird eine Anschubfinanzierung der Produktionskosten notwendig sein, bis die neuen Technologien wirtschaftlich selbsttragend sind. Daran arbeiten wir gemeinsam mit den Ländern in der EU, in denen wir tätig sind“, kommentiert Geert Van Poelvoorde, CEO ArcelorMittal Europe.

ArcelorMittal plant europaweit die innovative Direktreduktion von Eisenerz (Direct Reduction of Iron, kurz DRI) und den Einsatz von Smart-Carbon-Technologien, um Stahl klimaneutral zu produzieren. In Deutschland fokussiert ArcelorMittal auf die innovative Direktreduktion von Eisenerz mit Wasserstoff. Dazu ist die Errichtung von Direktreduktionsanlagen und Elektrolichtbogenöfen notwendig, ebenso der Aufbau von Elektrolysekapazitäten und einer funktionierenden Wasserstoffinfrastruktur. Damit grüner Wasserstoff künftig in ausreichenden Mengen und zu wettbewerbsfähigen Preisen vorhanden ist, beteiligt ArcelorMittal sich im Rahmen des IPCEI-Verfahrens auch am Aufbau von regionalen Wasserstoffnetzen. Zu den Beteiligungen zählen unter anderen der Hamburger Wasserstoffverbund wie das norddeutsche Wasserstoffprojekt “Clean Hydrogen Coastline”.

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28.05.2021 von Dagmar Dieterle

German government subsidises major hydrogen projects

The German economy and transportation ministries revealed on Friday the country’s hydrogen projects that will be eligible for funding as part of the Important Projects of Common European Interests (IPCEI) initiative.

In total, the government is allocating €8 billion ($9.8 billion) for a total of 62 projects nationwide, which include those by the main steelmakers, thyssenkrupp, ArcelorMittal, Salzgitter and Dillinger/Saarstahl, Kallanish learns.

“We very much welcome the German government’s decision to support our innovative projects … in Bremen, Eisenhüttenstadt and Hamburg,” says ArcelorMittal Europe chief executive Geert Van Poelvoorde.

With the implementation of the three projects the company can save more than six million tonnes of CO2 annually by 2030, ArcelorMittal says. The projects are now entering the next stage of the so-called “match making” process at European level, it adds.

However, the company notes that start-up financing of production costs will be necessary until the new technologies become economically self-carrying. Along similar lines, German steel federation WV Stahl has welcomed the news, but also mentions the issue of how to make green steel competitive on the market. “We especially need to address the question of how to create a viable business model, in view of the much higher production costs,” it says.

Christian Koehl Germany

Thyssenkrupp asks policymakers for energy transition fund

In a public discussion with German politicians, thyssenkrupp explained the challenges the steel industry is facing to become carbon-neutral, and worded the framework required to facilitate a transition.

Germany’s largest steel producer plans to produce 3 million tonnes/year of green steel as early as 2030 and thus cut CO2 emissions by 30%. This will require investments of around €2 billion ($2.4 billion) in a regulatory environment that is as yet unclear and a market for green steel products that does not yet exist, the company notes.

“From a purely business perspective, we should not start the transformation under the current conditions,” Kallanish hears from thyssenkrupp Steel chief executive Bernhard Osburg. “But combating climate change is more than that: it is a task for society as a whole.”

Among other things, the group proposes the creation of a transformation fund, which should include all industrial sectors facing fundamental transformation in the interest of reducing emissions.

It also admonishes the strengthening of “carbon leakage” measures and reduction in free allocation of EU carbon emissions certificates. Furthermore, it demands a level playing field of competitiveness for green steel by establishing a corresponding market – comparable to the promotion of electric cars. This would involve binding quotas and standards to support the use of green steel.

“Investment cycles are long. 2030 is basically tomorrow. So, we need to start now,” Osburg said at the discussion.

Christian Koehl Germany

Eurofer welcomes stainless anti-dumping duties, eyes anti-subsidy measures

The EU’s imposition of provisional anti-dumping duties on stainless steel cold-rolled flat products imports from India and Indonesia is an “important first move”, with anti-subsidy measures expected to follow, says European steelmakers’ association Eurofer.

The EU has imposed duties of 13.6-34.6% on these products, following the conclusion of the European Commission’s investigation initiated last August after a complaint lodged by Eurofer (see separate story).

“We welcome that the European Commission has confirmed imports of stainless steel from India and Indonesia were sold at dumped prices and caused significant injury to the EU stainless steel industry,” Eurofer director general Axel Eggert says in a note sent to Kallanish. “These provisional anti-dumping duties are an important first step in rolling back the effects of dumping of stainless steel on the EU market. We also expect anti-subsidy measures to eventually come into play.”

The provisional findings of the EU’s anti-subsidy probe into Indian and Indonesian stainless CR flats are expected by end-2021.

Producers in both countries have been benefiting from major distortions in the cost of raw material inputs for their stainless steel production, according to Eurofer. These are the result of measures implemented by their respective governments to unfairly support their export-oriented industries, it adds.

“The impact of these already major raw material distortions is expected to become even more acute in the coming years,” Eggert observes.

Adam Smith Germany

Liberty nears Huta Czestochowa acquisition completion despite woes

Liberty Steel says it has fulfilled its commitment to the Polish administrative court to acquire plate mill Huta Czestochowa (HCz), despite the steelmaking group’s widely publicised financial woes.

Liberty Steel won the tender for the sale of HCz in January after being the only bidder (see Kallanish passim). The mill’s acquisition is “the next step in strengthening LIBERTY’s ambitions to be a major GREENSTEEL producer in Central and Eastern Europe”, a Liberty Steel spokesperson says.

Liberty is focusing on increasing output of low-carbon “greensteel” heavy plate at HCz to serve major infrastructure projects due to be started shortly under the Polish government’s post-pandemic recovery plan. The plant is sourcing slab feedstock from Liberty Ostrava in neighbouring Czech Republic and scrap feedstock through Liberty’s established commercial network in Europe.

The addition of HCz to the group will provide synergies for Ostrava, including improving the operational stability of its blast furnace operation, and increasing the availability and reducing the price of scrap that Ostrava requires.

HCz, previously owned by Industrial Union of Donbas, has a 700,000 tonnes/year electric arc furnace and 1.2 million t/y heavy plate capacity.

Liberty’s financial troubles, precipitated by the collapse in March of major lender Greensill Capital, are forcing the group to make divestments to stay in operation. Last week it announced it will sell its UK plants in Stocksbridge, Brinsworth and West Bromwich. In France it is under pressure from the government to financially guarantee the future of its French facilities, Ascoval and Hayange, while unions are urging the sale of its La Magona unit in Italy.

Liberty meanwhile came under fire last month from the Czech government and unions for selling Ostrava’s excess carbon emissions allowances to sister company Liberty Galati in Romania. It has since used the proceeds to pay employees a bonus, with the remainder to be used for investment projects.

Adam Smith Germany

EU imposes provisional India, Indonesia stainless CRC duties

The EU has imposed provisional anti-dumping duties of 13.6-34.6% on imports of stainless steel cold-rolled flat products originating in India and Indonesia.

This follows the conclusion of the European Commission’s investigation initiated last August after a complaint lodged by European steelmakers’ association Eurofer (see Kallanish passim).

The measures cover products under HS codes 7219 31 00, 7219 32 10, 7219 32 90, 7219 33 10, 7219 33 90, 7219 34 10, 7219 34 90, 7219 35 10, 7219 35 90, 7219 90 20, 7219 90 80, 7220 20 21, 7220 20 29, 7220 20 41, 7220 20 49, 7220 20 81, 7220 20 89, 7220 90 20 and 7220 90 80.

The Commission found that EU consumption of said products in the investigation period (IP) of 1 July 2019 to 30 June 2020 was 3.21 million tonnes versus 3.44mt in full-year 2019 and 3.72mt in 2018. Imports were 198,016t in the IP versus 178,098t in 2019 and 155,377t in 2018.

Production was 3.11mt in IP, 3.38mt in 2019 and 3.64mt in 2018; production capacity was 4.57m t/year in IP, 4.53m t/y in 2019 and 4.52m t/y in 2018; and capacity utilisation was 68% in IP, 75% in 2019 and 81% in 2018.

Local industry sales were 2.33mt in IP, 2.53mt in 2019 and 2.71mt in 2018.

“It is expected that the imposition of provisional anti-dumping duties will restore fair trading conditions on the Union market, end the price suppression and enable the Union industry to cover their increasing costs of production and improve their financial situation despite lost sales due to a shrinking market,” the Commission says.

“Notwithstanding potential anti-dumping measures the Commission provisionally concluded that there will remain a healthy level of competition in the Union given that there are 13 Union producers of the product under investigation, some of them not taking part in the complaint,” the Commission adds. Furthermore, imports from third countries still account for more than 20% of the market, meaning the potential negative impacts indicated by the importers are not likely to occur, it concludes.

Brazil export-oriented slab prices rise, offers hit the $1,000 mark

Brazilian export-oriented slab prices rose $7.50/mt on the week ending May 28, with suppliers making their highest offers at $1,000/mt FOB to the US for August shipments.

S&P Global Platts assessed Brazilian steel slab prices at $972.50/mt FOB Brazilian ports, based on a range of $965-$980/mt FOB. Last week prices were at $950-$980/mt FOB.

“Demand is so high with hot-rolled coil prices going up, futures market going up and a hard quota with volume available. We continue to give priority to the US,” said a producer source. “We started this week offering to the US at $1,000/mt FOB.”

Another source confirmed a tradable value of $980/mt FOB. “But, there have been no deals above that yet… I haven’t heard anything concrete about $1,000/mt FOB yet. This value is just a target that market participants want to reach,” the source added.

A third source said current values are nearing those seen in the 2008 financial crisis, citing inflated finished steel prices in the US contributing to the slab price climb.

According to a supplier, offers to other regions would be at $970-$980/mt FOB. “But as a second option,” he added.

— Priscilla Antunes