Der schwierige Umgang mit hohen Energiekosten

19.08.2022 von unsem Gastkommentator

Der durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Preis-Schock am Stahlmarkt war nur von kurzer Dauer. Die Spotmarktpreise sind auf breiter Front wieder gefallen, wenn auch nicht in allen Fällen wieder auf das Niveau vom Februar. Eine Herausforderung für die Wertschöpfungskette Stahl ist weiterhin der Umgang mit hohen und volatilen Energiekosten. Mit der drohenden Gasversorgungskrise entfaltet das Thema neue Wucht. Der Weg zu fairen Lösungen scheint schwierig. Erfahrungen aus der Beratungspraxis zeigen, dass der Umgang mit den Energiekosten zu Spannungen und Ärger führt.


Energiekosten Thema vieler Preisverhandlungen  
Schon seit dem zweiten Halbjahr 2021 ist der Energiemarkt bei stark steigender Tendenz von heftigen Preisausschlägen geprägt. Die Börsenpreise für Erdgas haben sich seit Anfang 2021 nach dem aktuellen Stand ungefähr verzehnfacht, die für Strom mehr als versechsfacht. Ob am Spotmarkt oder bei Vertragspreisen, bei Flach– oder bei Langprodukten: die am Stahlmarkt lange Zeit eher nur am Rande behandelten Energiekosten stehen im Mittelpunkt vieler Verhandlungen. Energiekostenzuschläge oder neue, energiekostenbezogene Vertragsklauseln sollen eingeführt, Grundpreise erhöht werden.

Doch was bedeuten höhere Energiepreise für die Stahlherstellungskosten? Sind Preisaufschläge im dreistelligen Eurobereich gerechtfertigt? Sind formelhafte Energiekostenzuschläge eine faire Lösung? Diese Fragen stellen sich im Moment viele Verbraucher, die ihrerseits unter starkem Kostendruck stehen.

Erfahrungen aus der Beratungspraxis zeigen, dass der Umgang mit Energiekosten in der Wertschöpfungskette Stahl zu Spannungen und Ärger führt. Preisforderungen, die pauschal mit „höheren Energiekosten“ oder mit einzelnen Energiepreisen am Spotmarkt begründet werden, sind dafür ein Beispiel. Genauso bitter stößt es auf, wenn bei bestimmten Erzeugnissen, die auf beiden Stahlherstellrouten produziert werden, unabhängig von den tatsächlichen Umständen ähnlich hohe Mehrpreisforderungen erhoben werden.

Der Teufel steckt im Detail
Für eine nähere Betrachtung ist es zunächst erforderlich, zwischen den beiden wichtigsten Stahlerzeugungsrouten zu unterschieden. Für Elektrostahlwerke, in denen in Deutschland Lang- und Rostfreiprodukte hergestellt werden, sind die Stromkosten nach den Schrottkosten der zweitwichtigste Kostenblock. Der Strom wird exogen bezogen. Je mehr Wärmebehandlungs- und Walzprozesse auf die Rohstahlerzeugung folgen, desto mehr fallen zusätzlich die Kosten für Erdgas ins Gewicht. Auch die spezifischen Stromverbräuche fallen bei einem einfachen baunahen Langprodukt anders aus als bei Spezial-Langprodukten für die Automobilindustrie.

Bei integrierten Hüttenwerken, in denen überwiegende Flachprodukte hergestellt werden, sieht die Sache anders aus: Im Hochofen fallen Kuppelgase an, die zu ca. 40% verstromt werden und zu 60% zu Heizzwecken genutzt werden. Der erzeugte Strom wird im weiteren Stahlherstellungsprozess eingesetzt und zusätzlich in nicht geringem Umfang extern zum Beispiel an örtliche Stadtwerke verkauft. Der externe Energiebezug beschränkt sich auf Erdgas für bestimmte Einsatzzwecke und ist ein eher untergeordneter Kostenfaktor. Je nach erzeugtem Produkt und nach der Konfiguration der Anlagen können die spezifischen Energieverbräuche erheblich voneinander abweichen.

Insofern ist es zunächst erst einmal nachvollziehbar, dass bei Langprodukten in der Regel die Stromkosten und bei Flachprodukten die Gaskosten im Mittelpunkt stehen. Eine Schwierigkeit liegt darin, dass nicht nur die spezifischen Verbräuche an (extern zu Marktpreisen) bezogener Energie wenig transparent sind. Auch die relevanten „Marktpreise“ für die bezogene Energie sind schwer zu ermitteln.

Während oft Spitzenpreise des Spotmarktes zur Argumentation herangezogen werden, kann dieser Wert von Tag zu Tag und auch schon im Verlauf eines Tages erheblich schwanken. An der Leipziger Strombörse konnte Strom am 5. Juli 2022 für ca. 320,- €/MWh oder am 7. Juli 2022 für unter 220,- €/MWh bezogen werden. Zudem gibt es an den Energiebörsen einen ausgeprägten Futures-Mark,an dem gerade große Verbraucher ihre Preise oft langfristig absichern. Preise können für Kalenderjahre im Voraus festgelegt werden. Die Energiekosten hängen damit in erheblichem Maße von der Beschaffungsstrategie ab. Wurde Erdgas für das 4. Quartal 2022 am 22.06.2022 für 138,- €/MWh oder am 07.07.2022 für 178,- €/MWh beschafft? Oder im September 2021 für das Kalenderjahr 2022 zu einem Preis von 40,- €/MWh?

Schon diese kurzen Ausführungen zeigen, dass die Argumentation mit punktuell herangezogenen Preisen wenig sachdienlich ist. Zwar ist klar, dass höhere Energiepreise irgendwann bei jedem Verbraucher ankommen. Gerade bei energieintensiven Unternehmen müssen aber die Kunden erwarten können, dass nicht dauerhaft zum jeweils ungünstigsten Preis eingekauft wird. Daher sind auch formelhafte Energiekostenzuschläge, deren Preise aus Energiebörsen gespeist werden, eher mit Skepsis zu betrachten, da sie den Anbieter weitgehend von der eigenen Verantwortung entbinden und die Tür zu erheblichen Mitnahmeeffekten öffnen. Vielmehr sollte versucht werden, auf Basis individueller Daten jeweils die spezifischen Verbräuche und Bezugskonditionen heranzuziehen. Zwar handelt es sich dabei durchaus um sensible Daten, aber als Rechtfertigung für erhebliche Preisforderungen sind pauschale Aussagen nicht ausreichend.    

Wer trägt welche Kosten?
Selbst wenn es gelingt, die tatsächlichen energiepreisbedingten Mehrkosten einigermaßen objektiv und individuell plausibel darzustellen, stellen sich noch weitere Fragen, wie zum Beispiel:

  • Welcher Teil des Kostenanstiegs ist bereits in früheren Preisvereinbarungen berücksichtigt worden? Denn schon am Jahresanfang 2022 wurden Preiserhöhungen vielfach mit höheren Energiekosten begründet und die Energiepreise lagen im ersten Halbjahr 2022 nicht durchgängig über den Werten im zweiten Halbjahr 2021.
  • Werden bei integrierten Hüttenwerken die positiven Effekte aus höheren Strompreisen bei externem Verkauf gegengerechnet?
  • Wie haben sich die übrigen Herstellkosten entwickelt? Die Preise für Eisenerz, Kokskohle und Schrott liegen aktuell deutlich niedriger als am Jahresanfang 2022.
  • Welche Gewinnmarge wird als gerechtfertigt angesehen? Die Stahlpreise haben sich in der historischen Hochpreisphase des Vorjahres sehr weit von den klassischen Rohstoffkosten entfernt, was bei vielen Stahlherstellern zu unüblich hohen Gewinnen geführt hat. Eine Korrektur hin zu „normalen“ Margen hat vielfach noch nicht stattgefunden.

Stahleinkäufer sollten sich mit diesen Fragen beschäftigen und von ihren Lieferanten überzeugende Antworten einfordern. Letztlich ist es zwar immer eine Frage der jeweiligen Marktkonstellation, welche Mehrkosten mit welchem Aufwand an die nächste Stufe weitergereicht werden können. Stahleinkäufer werden nun aber bessere Karten haben, da sich die Situation am Stahlmarkt normalisiert. Hohe Energiekosten werden zudem noch lange Zeit ein Thema bleiben. Faire Lösungen sind die Voraussetzung für eine nachhaltige Akzeptanz und sollten jetzt vorangetrieben werden.

Der Beitrag stammt vom Leverkusener Stahlmarkt-Berater Andreas Schneider, StahlmarktConsult.

Foto: StahlmarktConsult und Fotolia

Der Gastkommentar spiegelt die Meinung des Autors wider, nicht notwendigerweise die der Redaktion von marketSTEEL.

Schwedischer Hersteller komplexer Stahlteile und Baugruppen wächst

25.08.2022 von Hubert Hunscheidt

Die Proplate Oxelösund AB, ein schwedischer Hersteller komplexer Stahlteile und Baugruppen für die Bau- und Spezialfahrzeugindustrie, hat das Ergebnis ihres Geschäftsjahrs 2021/22 bekannt gegeben. Die Bilanzsumme konnte gegenüber dem Vorjahr von rund 21 Mio. EUR auf circa 34 Mio. EUR gesteigert werden. Das entspricht einem Wachstum von knapp 62 Prozent. Dabei hat das Ergebnis vor Steuern einen großen Sprung von 210.000 EUR auf fast 1,8 Mio. EUR gemacht. Das Deutschlandgeschäft mit Bauteilen aus hochfesten Stählen ist von 7,7 auf 13,3 Millionen Euro und damit um fast 73 Prozent angewachsen, was maßgeblich mit zu dem guten Ergebnis beigetragen hat.

60 Prozent (Vorjahr: 51) des Unternehmensumsatzes im Geschäftsjahr 2021/22 (1.5.2021 bis 31.5.2022) wurden im Export erzielt. Durch das Wachstum hat sich auch die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden von 89 auf 126 erhöht. CEO Max Björk: „Der wichtigste Faktor für das positive Ergebnis war die starke Nachfrage im Bereich ‚Krane/Heavy Lifting‘ vor allem aus Deutschland, Österreich und den USA.“

Die Proplate Oxelösund AB mit Sitz südwestlich von Stockholm fertigt Maschinenkomponenten aus Grobblech, einschließlich hochfestem Stahl. Die hochmodernen Produktionsanlagen von Proplate befinden sich auf einer 59.000 Quadratmeter großen Fläche. Das Spektrum reicht von Fundamenten für Windkraftanlagen, Baumaschinen, Haltestangen für Krane, Teile für Spezialmaschinen in der Logistik, Ausrüstung für die Bergbauindustrie, lange und schwere Stahlbauteile für die Infrastruktur, Schutzstähle und Bauteile aus Grobblech.

Das Unternehmen schneidet, bearbeitet, schweißt und lackiert maschinell montagefertige Komponenten aus Grobblech für Kunden auf der ganzen Welt. Seine Produktionsstätte verfügt unter anderem über eine der modernsten Schneidanlagen der Welt. Zu den Kunden des Unternehmens gehören unter anderen Liebherr, Kobelco, Manitowoc, Toyota Material Handling, Epiroc, Metso Outotec, Nordex und Corpower Ocean.

Die Turbulenzen der Pandemie und des Russlandkriegs gegen die Ukraine haben auch Spuren in der Stahlbranche hinterlassen. CEO Max Björk: „Die Stahlpreise sind in die Höhe geschossen, und die Knappheitssituation bei Blechen war und ist spürbar. Grund dafür war zum einen die große Nachfrage nach Stahl, die infolge der Erholung nach der Pandemie entstanden ist. Zum anderen ist der Mangel an Blechen aufgrund des Kriegs in der Ukraine entstanden, da sowohl Russland als auch die Ukraine wichtige Lieferanten von Rohmaterial sind.“

Über Proplate

Proplate schneidet, bearbeitet, schweißt und lackiert maschinell montagefertige Komponenten aus Grobblech für Kunden auf der ganzen Welt. Seine Produktionsstätte in Oxelösund, Schweden verfügt unter anderem über eine der modernsten Schneidanlagen der Welt. Zu den Kunden des Unternehmens gehören unter anderen Liebherr, Kobelco, Manitowoc, Toyota Material Handling, Epiroc, Metso Outotec, Nordex und Corpower Ocean.

Quelle und Foto: Proplate Oxelösund AB

Polish steel rebar producers increase prices on high costs

Polish producers of steel rebar increased their prices in the week to Friday August 26 to account for rising costs, with buyers seen to be partially accepting the rise, market sources told Fastmarkets.
An offer from local mill CMC Zawiercie was reported at 4,100 zloty ($860) per tonne delivered (equivalent to about 4,050-4,070 zloty per tonne exw), with some transactions reported at that level during the assessment week.

Celsa Huta Ostrowiec, another local mill, was targeting a higher offer price of 4,300 zloty per tonne delivered (about 4,250-4,270 zloty per tonne exw), but this was not considered workable by buyers.

No new offer price has yet been reported from ArcelorMittal, but the mill was said to be considering a price rise, sources added.

In fact, Polish buyers estimated the tradeable level for rebar in the nation to be between 4,050 zloty per tonne exw and 4,150 zloty per tonne exw, depending on the tonnage and specifications.

As a result, Fastmarkets’ price assessment for steel reinforcing bar (rebar), domestic, exw Poland, was 4,050-4,150 zloty per tonne on Friday, up by 250 zloty per tonne from 3,800-3,900 per tonne on August 12.

The assessment was based on deals, the lower end of offers and buyers’ estimates of achievable prices.

Trading activity in the spot market has picked up this week, with buyers expecting more price rises to follow in September due to unpredictable energy costs.

On the other hand, the lack of new projects in the construction industry was casting shadows on further prospects.

“There is some restocking now, because people are afraid of more increases in September,” one trader said. “But on the other hand, everyone is worried about [consumption] prospects for October, because there is lack of big infrastructure projects in construction.”

Published by: Julia Bolotova

Italian long steel producers consider stoppages amid energy crisis

Italian long steel producers may not resume operations after their summer stoppages if buyers refuse to accept the higher steel prices, several market sources told Fastmarkets this week.
Spikes in energy prices in Italy have led to substantial increases in production costs for local steelmakers, and so many are targeting considerable post-summer price rises. If buying activity remains weak and buyers reject the higher levels on offer, then Italian producers will have no alternative but to halt production, Fastmarkets heard.

Electricity prices in the nation averaged around €400 ($399) per MWh in July, up from about €271 per MWh in the preceding month and up sharply from €103 per MWh in July 2021, according to local energy service company Gestore dei Mercati Energetici.

During the week ended Friday, however, average electricity prices in Italy surpassed €700 per MWh.

Earlier this week, ArcelorMittal announced it had increased its long steel price in Europe by €100 per tonne amid the energy price spikes.

On Friday, the mill had also pushed for higher flat steel prices in Europe.

Long steel producers in Italy were mulling a similar move, stating that €100 per tonne is “the bare minimum increase to account for higher costs”.

However, fundamentals in the nation’s long steel market were not strong enough to support such an increase, Fastmarkets heard.

“For September, the price for wire rod in Italy should be around €900-950 per tonne exw, however currently buyers are placing bids at €800-950 per tonne exw,” a mill source in Italy told Fastmarkets.

“In case buyers refuse to accept the [long steel price] rise, practically all Italian long steel mills will be forced to stop operations, or they simply won’t restart after summer,” a second mill source said.

Fastmarkets’ price assessment for steel wire rod (mesh quality), domestic, delivered Southern Europe, was €840-900 per tonne on Wednesday, unchanged from a week earlier.

Published by: Julia Bolotova

European HRC producers mull rises as costs bite

European hot-rolled coil prices were broadly stable on Friday August 26 amid subdued activity, but producers have started raising offers on surging costs, Fastmarkets heard.
Fastmarkets calculated its daily steel HRC index, domestic, ex-works Northern Europe at €720.00 ($718.65) per tonne on Friday, unchanged from the previous day.

The latest calculation of the index was down by €30.00 per tonne week on week, and down by €137.50 per tonne month on month.

Transactions for HRC in Northern Europe were reported at €70-730 per tonne exw, but for small tonnages.

Trading activity in the region has been sluggish amid persisting overstocking, poor end-user demand and an unclear post-summer price trend.

Most buyers estimated the workable price for HRC in the region to be €700-750 per tonne exw.

Despite weak market fundamentals, ArcelorMittal increased its offer prices for coil on August 26 amid surging energy costs across Europe, several trading sources told Fastmarkets.

New offers of HRC from the mill were heard at €800 per tonne ex-works for October delivery and €850 per tonne for November delivery, several sources told Fastmarkets.

But market sources were quite skeptical about the rise for now.

“It is a cost-driven price increase, not demand driven. ArcelorMittal usually [increases prices] to send a message to the market. We will see how the market reacts in the upcoming weeks,” a distributor in Northern Europe said.

Fastmarkets’ calculation of its daily steel HRC index, domestic, exw Italy was €705.00 per tonne on Friday, also unchanged from the previous day.

The latest calculation of the Italian index was down by €35 per tonne week on week and down by €75 per tonne month on month.

The calculation was based on buyers’ estimates of achievable prices at €700-710 per tonne exw.

 As a result of summer maintenance closures, there was minimal trading activity, Fastmarkets heard.

Demand for HRC in the nation has also been sluggish due to overstocking and a wait-and-see attitude among buyers.

Published by: Julia Bolotova

European stainless steel market watching, waiting on energy uncertainty

The stainless steel market in Europe remains subdued and with largely flat prices, but participants are watching and waiting for clarity on how the developing energy crisis will affect the fourth quarter, sources told Fastmarkets on Friday August 26.
Base prices were unchanged for the third consecutive week, having previously fallen more-or-less continuously since late March.

Fastmarkets’ weekly assessment for stainless steel cold-rolled sheet 2mm grade 304 base price domestic, delivered Northern Europe was €1,100-1,150 ($1,098-1,148) per tonne on Friday, stable from the previous week.

Transaction prices, which have followed a similar trend to base prices in recent months, were assessed lower this week amid continuing weak demand and oversupply.

Fastmarkets’ weekly assessment for stainless steel cold-rolled sheet 2mm grade 304 transaction domestic, delivered North Europe was €3,000-3,100 per tonne on August 26, down by €200 per tonne week on week.

Sources believe, however, that prices have probably reached their lower limit.

“We do see some more demand, but prices are still low. We expect prices to have bottomed and expect some increases in September, also because of higher energy costs,” said one distributor.

Not all sources agreed that demand had picked up, and claimed it was the contrasting effects of low demand and rising costs that were leading to uncertainty.

“We are in wait-and-see mode on the energy. It’s going up by €100 per tonne each day, but also distributors are still waiting for orders. It’s a very depressed situation. I don’t think we’ll see any [price] movement for the two or three weeks, we need to wait for the mills,” said a re-roller.

Alloy surcharges are set to decrease for September, however, which could balance out any energy-related increases in the final transaction price.

Not all mills had announced their September alloy surcharges yet, but one key mill had issued a decrease of €147 per tonne month on month for grade 304 flat products.

Published by: Ross Yeo

German stockists sell more flat products in 2021

Sales of flat products at Germany’s distributors increased in 2021 over 2020, their association BDS reports in its annual analysis. While this recovery is not surprising, given the hard stop of lockdowns in 2020, it is worth noting that the year brought the first increase after years of continued decreases in individual product categories.

The most striking increase occurred for quarto plate sales, which rose by nearly 15% to 945,000 tonnes. For more than a decade, domestic stockholders had lost sales to warehouses abroad and to direct sales from mills, Kallanish hears from BDS. At the end of the year, plate inventories stood at 451,000t, 12% above the low level of end-2020.

Hot-rolled coil saw a minor year-on-year increase of 1.6%, totalling 1.1 million tonnes. An unusual detail pointed out by BDS is that HRC stocks reached their highest level in December, when inventories normally are being scaled down. At 237,000t, they were 9% above the end of 2020.

Surface-coated coil, too, saw its inventory peak relatively late in the year, in November, at 386,000t, with only 3,000t less at the end of December. Coated material is the biggest segment among flat products, with sales totalling 3mt, 5% more than in 2020.

Cold-rolled coil sales rose by 8% y-on-y, to 1.26mt. CRCs reached their highest inventory level in September at 304,000t, and ended the year at 271,000t – still a respectable 21% above the end of 2020.

Sales of pipes and flanges rose by 6.5% to 1.39mt. The on-year surge of sales of flat products and pipes is not echoed by the long products, which saw only minor increases, or drops (see Kallanish 19 August).

Christian Koehl Germany

Trading in EU HRC market slow; ArcelorMittal increases offers

Activity in the European hot-rolled coil market remained muted on Aug. 26 as buyers have been in wait-and-see mode due to high stocks.

ArcelorMittal, the biggest coil producer in the EU, increased offers despite limited demand in the attempt to end a negative trend and as steelmakers need to cover surging energy and other production costs.

Platts assessed hot-rolled coil in Northern Europe up by Eur10/mt day on day at Eur710/mt ex-works Ruhr Aug. 26.

Market participants estimated achievable prices for HRC at Eur700-720/mt ex-works Ruhr, in line with deals reported earlier this week.

New offers from ArcelorMittal have been heard significantly higher – at Eur800/mt ex-works for October rolling and at Eur850/mt ex-works for November production coil.

Market sources had mixed reaction on the price rise announcement, as some believed that the recovery is not achievable due to low demand. European distributors have high stocks of coil and this, combined with slow activity of end consumers, is unlikely to support price rise.

In addition, German mills had been dragging prices down over the past couple of weeks trying to stimulate buying activity with low prices.

“Steelmakers were like hungry wolfs – chasing orders,” a Northern European trader said. “They needed low prices to make sure the mills got the volumes that would allow them to run production without additional stoppages.”

Distributors affiliated with the steelmakers were also reported to focus on coil supply from domestic mills, substituting import deliveries, to secure sufficient production rates.

The price rise, however, is needed as steelmakers have been trading HRC at prices close to below production costs, according to market participants. European mills faced surging energy and logistics costs, but still had to cut finished steel prices.

In addition, distributors across Europe have full stocks of expensive material booked in the second quarter this year and declining prices from mills also made them cut their prices ex-stock.

Some market participants believe that offer increase, if followed by other steelmakers, would put an end to the downward trend that has settled on the EU coil market over the past several months. Although the targeted level of Eur800/mt ex-works is unlikely to be achieved in the medium term.

— Maria Tanatar, Benjamin Steven

ArcelorMittal increases offers for all coil products across Europe: sources

ArcelorMittal announced an increase in offers for all coil products across Europe Aug. 26, market sources told S&P Global Commodity Insights.

New offers for hot-rolled coil have been reported at Eur800/mt ex-works for October rolling and at Eur850/mt ex-works for November production coil.

The new October offers are about Eur100/mt above the latest transactions reported at Eur700/mt ex-works by various producers for German HRC.

Platts assessed hot-rolled coil in Northern Europe unchanged day on day at Eur700/mt ex-works Ruhr Aug. 25.

New offers for cold-rolled coil from ArcelorMittal were heard at Eur900/mt ex-works and Eur950/mt ex-works for October and November, respectively.

Offers of hot-dipped galvanized coil were reported at Eur930/mt ex-works for October and at Eur980/mt ex-works for November.

The price rise is needed in the European market to cover increasing energy and logistics costs, sources said. Current coil prices are apparently close to, or below, production costs. In addition, distributors have high inventories of expensive material purchased earlier this year.

Some market participants believe that the offer rise would help to settle the downwards trend in the EU market. However, a majority of the sources question the extent of a potential price recovery amid inventory-driven weak demand and low steel consumption of end users.

The market had mixed sentiment on potential increases.

“I think the offer increase will help the market recover a bit from its current state,” a trader said.

A pipe maker said that he hoped the “much needed increase will be possible” while others were more cautious.

“ArcelorMittal will try to get some price rise, but obviously they won’t be able to get the desired level, not in the current market,” a Northern European trader said.

A German distributor expressed similar sentiment, saying “sure prices are going up but I’m not fully convinced it will hold. At this point it’s a question of real consumption, if we run into recession then prices will see problems again.”

The distributor described strong extant margins between integrated mill costs and current sales levels and was skeptical that costs could truly rationalize price increases. “Eur800/mt is very ambitious in the current market, but not totally unrealistic. An announcement from a market leader will definitely have some effect but it depends how competitors follow. It could be a strategic [move] with tradable levels actually decreasing in the meantime,” the distributor added.

Another traded agreed, saying the announcement was a sales strategy to shift further volumes at current prices.

— Maria Tanatar, Benjamin Steven